Unser Revier von oben

Was macht man, wenn das Wetter mal wieder bombig ist, aber der Wind fehlt? . . . Als Segler? . . . Schwitzen! . . . Oder? . . . Oder man hat noch einen Gutschein in der Tasche. So erging es mir letztes Wochenende. Die Luft stand, die Sonne brannte und nach Dümpeln war uns beiden nicht so. “Und wenn Du dein Geschenk einlöst?” fragte Heike. “Ja, das können wir auch tun.”

Gesagt, getan. Heike hatte mir – verrückt wie sie nun mal ist – zu meinem Geburtstag letzten Herbst eine echt schockende Überraschung bereitet. Nach der Arbeit sollte ich sie abholen und wir mussten dann noch was “erledigen”.  Also fuhren wir erst mal zum Boot. ‘Was kann das wohl sein?’ dachte ich noch, als ich schon von der Schnellstraße abfahren sollte. ‘Hier? Ok!’ Mir wurde etwas unbehaglich zu Mute. “Und gleich rechts rein.” Heike dirigierte mich zum Flughafen. “Zum FLUGHAFEN?” Ich schluckte . . . und betete innerlich schon mal, dass es bitte nichts mit dem Springen aus einem INTAKTEN Flugzeug zu tun hatte. Aber Heike lotste mich genau dahin. Ich las das Schild Kiel Skydiving und sackte in mich zusammen. Mein Magen wurde steinhart und ich konnte kaum schlucken. ‘Oh BITTE, NICHT DOCH!’  “Du wirst gleich jemanden hier kennenlernen.” frohlockte Heike mit einem breitem Grinsen, war sie sich doch der Überraschung sicher. Und ich dachte noch: ‘Wen denn? Vielleicht den, der mich aus dem Flieger schmeißt?’ An einem kleinen Gartentor warteten wir auf . . . Wolfgang. Er begrüßte mich und ich hatte Mühe mich auf den Beinen zu halten. Dann zückte Heike eine Tüte hervor und gab mir eine Schriftrolle. Ein Gutschein für einen RUNDFLUG! ‘Puuuh! Ich muss das Flugzeug nicht vorzeitig verlassen!’ schoss es mir durch den Kopf, aber ansonsten war ich ziemlich sprachlos.

Das war wie gesagt im September. Letzten Sonntag ging es also mittags zum Flughafen – ohne Krämpfe im Bauch und ohne zu glauben, das letzte Stündlein hätte geschlagen – und wir trafen Wolfgang, unseren Piloten. Unbenannt5Er rollte die Cessna noch kurz zum Tanken und dann ging es auch schon los. Heike kletterte hinten rein und knipste, was das Zeug hielt. Als ich drin saß, kam mir die Cessna auch schon nicht mehr soooo klapprig vor. Ich bin ja schon oft geflogen, aber mit einer kleinen einmotorigen Sportmaschine? Nö, Fehlanzeige. Dennoch war ich zuversichtlich und traute der Maschine und ihrem Piloten.

Irgendwie ist das ja schon spannend, mal alles aus dem Cockpit zu erleben, vor allem den Funkverkehr. Wolfgang absolvierte die letzten Checks  – auch solche, bei denen man mit dem Finger gegen die Anzeige schnippt – und schon ging es auf die Piste. IMGP6726Kurz warten und dann heulte der Motor auf und ab ging es. Die Cessna hob ab und wir flogen gerade über die Innenförde. IMGP6732Unter uns glitzerte das Wasser tiefblau und trotz des eher lauen Lüftchens waren viele Segler draußen. Mit einem Linksbogen ging es am Leuchtturm Friedrichsort Richtung Außenförde, dann eine weitere Linkskurve und unter uns lag Strande. Auf direktem Weg ging es über den dänischen Wohld nach Noer und dann der Eckernförder Bucht folgend über Eckernförde, IMGP6778dem Windebyer Noor rüber zur großen Breite. Die Sicht war grandios, obwohl es etwas diesig war.

Am Strand von Eckernförde war kaum mehr Platz . . .

Unter uns tauchte plötzlich ein Flieger auf, recht dicht, wie ich fand, aber er flog auch schon von uns weg. Wolfgang hatte uns ja gebeten, ihn auf andere Flieger aufmerksam zu machen, wenn wir sie sehen würden, also wies ich ihn drauf hin. “Oh ja!” sagte er etwas überrascht. ‘Na,’ dachte ich noch, ‘die Luftraumüberwachung hätte ja auch gewarnt.’ Da quäkte auch schon das Funkgerät: “Foxtrott Echo, habt ihr den anderen 500 Fuß unter euch gesehen?” ‘Na, das kommt ja früh!’ dachte ich, aber die Begeisterung war größer, als das ich mir jetzt anfing Sorgen zu machen. Wolfgang hatte genug Erfahrung und alles im Griff, . . . allerdings war ich ab jetzt etwas wachsamer. Links unter uns zog Schleswig vorbei und nun ging es in gerader Linie nach Flensburg. In 2.500 Fuß (ca. 800m) Höhe hat man einen wirklich tollen Ausblick.

IMGP6824Wir hörten den Funkverkehr mit und mussten beide schmunzeln, als sich einer für Norderney anmelden wollte. “Norderney ist wegen Nebel geschlossen.” gab die Funkstelle bekannt. “Ach, dann flieg ich eben wieder heim.” gab der Pilot zurück.

EckernfördeNach nur 26 Minuten Flugzeit war Flensburg unter uns – und wir brauchten mit der Rasalhague ZWEI TAGE hierher, aber die Cessna war auch NUR schlappe 100kn schneller. images[4] (2)Da Wolfgang aber ohne Flugplan nicht in den dänischen Luftraum durfte, schnibbelten wir über Holnis und flogen gerade rüber zum Leuchtturm Kalkgrund. Von hier oben konnte man einwandfrei die UntiefenUnbenannt3 IMGP6850erkennen, so schön türkisgrün. Links war Gråsten, Egernsund, Broager und dann Sønderborg zu sehen, weiter im Norden der Abenraafjord, Alsfjord, die Dyvig und der Alssund. Unter uns zog gerade die Bucht von Gelting lang. Mit einer Rechtskurve folgten wir dann seeseitig der Küstenlinie wieder Richtung Kiel, das irgendwo vor uns im Dunst verschwunden war.

die A7 der Ostsee - Stau auf der Schlei
die A7 der Ostsee – Stau auf der Schlei

Besonders spektakulär fand ich die Schleimündung. Die Versandung der alten Mündung war deutlich erkennbar und vor allem der Kanal, auf dem wie auf einer Perlenschnur aufgezogen die Segelboote rein und raus fuhren. Dann kam auch schon Damp – auch aus der Luft nicht viel schöner IMGP6912– und die Eckernförder Bucht. Wolfgang steuerte die Maschine rüber ans Ostufer der Förde und zwischen Wendtorf und Laboe überfolgen wir wieder die Küstenlinie. Aus der Luft sah die Marina Wendtorf versandeter aus, IMGP6936als sie wirklich ist. Schon waren wir über images[4]Heikendorf und Mönkeberg, überquerten die Schwentine und flogen über das HDW-Werftgelände. IMGP6966Auch die White Pearl ist aus der Luft nicht sehenswerter. Unbenannt4Im Hafen lag neben der Color Fantasy und der Stena Germanica noch ein kleinerer Kreuzfahrer. Heike zoomte und erkannte die Astor.

Der Westensee
Der Westensee

Dann meldete sich Wolfgang beim Flughafen an und da noch mehrere andere vor uns zu erst runterkommen sollten, überflogen wir Hassee und drehten über dem Westensee nach Norden, überquerten den Kanal und nach einer weiteren Schleife über Gettorf ging es dann in den “rechten Queranflug”, einer Schneise zwischen zwei Waldstücken von Nord nach Süd folgend. Der Flughafen war jetzt linker Hand und da kippte die Maschine auch schon links ab und Wolfgang drehte auf den Endanflug ein. Sanft, um nicht zu sagen butterweich setzte er die Maschine in Holtenau auf.

SCHADE! Schon vorbei, aber was für EINDRÜCKE!

UnbenanntWir können das Erlebnis nur weiter empfehlen und dürfen bei Interesse auch den Kontakt zu Wolfgang gern vermitteln.

 

DANKE, geliebte VERRÜCKTE, dass ich der Welt wenn auch nur für eine Stunde ENTRÜCKEN durfte.

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Einmal Segeln . . . und mit den großen Schiffen auf Tuchfühlung gehen

Diese Woche war eine langjährige Freundin von Heike in Kiel. Andrea, die zusammen mit ihre Freundin Franzi kam, wollte schon lange mal bei uns mit segeln. Sie selber hatte auch einen SBF-Schein, war aber noch nie segeln. Ist vielleicht auch auf dem Oberlauf der Elbe etwas schwierig. Und auf einem See . . . naja, segeln kann man das ja nicht wirklich nennen. Ich bin selbst mal mit einer Jolle auf dem Chiemsee gesegelt und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man Sonntags auf einem See oder der Innenförde rumschippert oder ob man aufs offene Meer raus segelt. Ich jedenfalls bin für Letzteres.

Wir verabredeten uns für Donnerstag um drei Uhr und kamen zeitgleich am Boot an. Nun mussten Heike und ich in Windeseile das Boot seeklar machen. Die Windprognose sprach von 3-4, später auffrischend auf 4-5 Bft. Mmmh, letzten Dienstag hieß es auch 3-4 und dann war der Wind so unbeständig, dass Gerd und ich an einer Regattatonne “rückwärts” segelten, d.h. der Wind war weg und die Wellen trieben uns wieder zurück. Nur 10m weiter war wieder eine kräftige Brise und da ließ sich dann mit der Genua III auch wieder etwas Fahrt rausholen.

P1050335_2Deswegen wählte ich diesmal die Genua I, auch auf die Gefahr hin, größere Krängungen zu bekommen. Als wir auslaufbereit waren, schmiss Heike uns los und ich zog zurück bis wir aus der Box waren, kuppelte aus und drehte auf Hart Backbord ein. Jetzt einen kräftigen Pull voraus und dann würden wir schön mittig in der Gasse stehen. Ich drückte den Gashebel sanft nach vorn – bisher klappte der Propeller so am ehesten auf – und es passierte NICHTS. . . kein Klacken. Auch ein zweiter und dritter Versuch blieb erfolglos. Wir dümpelten immer noch rückwärts, geradezu in eine BELEGTE Box hinein. Dann endlich, mit dem vierten Versuch ließ sich der vermaledeite Propeller endlich aufklappen. Und schon ging es in die Hauptgasse.  Hier schob sich ein Trimaran vor uns, der etwas langsam war. ‘Na gut, dann überhol ich den halt.’ dachte ich mir noch, als er anfing, seine Schwimmer auszuklappen. So kamen wir nicht mehr vorbei. Kurz nach der Hafenausfahrt drehte ich in den Wind. Wir hatten seit Tagen Ostwindlage – herrlichen Sonnenschein und super Segelwetter – und die Wellen hatten schon etwas an Höhe gewonnen, aber Heike machte das ja nichts aus, im Gegenteil. Schnell war die Groß oben und danach die Genua.

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erst einmal an die Krängung gewöhnen

Aus der Strander Bucht mussten wir natürlich rauskreuzen. Erst einmal bediente Heike Gross- und Vorschot, Andrea und Franzi schauten zu, fotografierten und hatten etwas mit der Schräglage zu kämpfen. Am Fahrwasser angelangt, kamen gerade zwei Traditionssegler – ein Zweimast-Gaffelschoner und eine Bark – Richtung Innenförde auf uns zu. Wir entschieden uns, dem rahgetakelten Dreimaster auf die Pelle zu rücken. DSC_0017_15Zunächst segelten wir auf Backbordbug am linken Fahrwasserrand ihm etwas entgegen, bis zwei kleinere Segler durch waren, dann ging es mit einer Wende quer durchs Fahrwasser der Artemis vor den Bug. Da wir schneller und wendiger waren, passierten wir sie rund 1 Kabel vor ihrem Bug und wendeten dann auf entgegengesetzten Kurs mit etwa 50 m Passierabstand. Ein halbes Kabel hinter ihr drehten wir mit einer schwungvollen Halse auf ihr Kielwasser ein und folgten ihr dann in die Innenförde. Die Artemis hatte alle acht Rah-, das Großstengestagsegel, das Besanstengestagsegel und den Außenklüver gesetzt, lief aber nur etwa 5 Knoten und fuhr obendrein eher links im Fahrwasser statt rechts. Da wir mit 5,5-6kn bei halben Wind schneller waren, näherten wir uns also dem Heck an. Heike enterte auf die Back und machte vom Bugkorb aus ein paar Fotos. DSC_0086_7P1050424Nun kam der Zeitpunkt, an dem ich überholen musste. Eigentlich wollte ich nach Möglichkeit den Traditionssegler an seiner Backbordseite passieren, aber da kamen andere Schiffe entgegen, also fiel ich ab vom Wind und überholte langsam mit größerem Abstand an Steuerbord. DSC_0092_7So vermied ich den gefürchteten Windschatten und hatte bis zur Friedrichsorter Enge den Bug der Artemis Backbord querab.

DSC_0007_9Die Innenförde hat aber mitunter ihre Tücken, denn erstens dreht der Ostwind dort auf Nordost und zweitens ist der Wind auf Grund der Landabdeckung des Ostufers unbeständig. Immer wenn am Ufer mal weniger Bäume standen oder es niedriger wurde, fegte eine Bö über das Wasser. Eigentlich hatten wir idealen Wind für einen Schmetterling, doch durch die immer wieder einfallenden Böen ließ sich der Baum nicht an Backbord halten. DSC_0244_2Am Ende der Holtenauer Reede hatten wir die Artemis endlich hinter uns gelassen (u.a. weil sie die Segel barg) und konnten jetzt weiter mit Halb-Wind-Kurs in den Kieler Hafen segeln. Aus dem Segeltörn wurde eine kleine Hafenrundfahrt.

DSC_0112_7Ich ließ Franzi ans Steuer und gab ihr Hinweise, wie sie in den Hafen steuern sollte. Dort lag die AIDAura, also entschloss ich mich, so dicht am Kreuzfahrtschiff vorbei zu segeln wie möglich. Die Besatzung war gerade dabei, ihre Evakuierungsübung abzuhalten. Von unten sah das irgendwie lustig aus. Wie wichtig das jedoch ist, zeigte uns ja der Fall der Costa Concordia. Dann passierten wir noch die Stena Scandinavica und drehten vor der Klappbrücke in der Hörn um.

Hier begann die Herausforderung, denn wir hatten kaum Strecke um Fahrt aufzunehmen. Selbst mit den am zügigsten durchgeführten Wenden verloren wir soviel Fahrt, das uns der Wind wieder Richtung Hörn driften ließ. Dennoch gelang es uns Meter für Meter gegen den Wind hoch zu kämpfen. Franzi und Andrea hatten sich jetzt beim Vorschoten mit eingespleißt und kamen wie Heike nicht mehr zu Ruhe, denn kaum waren die Leinen wieder richtig belegt kam “Klarmachen zur Wende”. Ich versuchte, die Wenden erst auf dem letzten Drücker zu machen, merkte aber bald, das dort am Rand der Wind abrupt nachließ. Also stand uns nicht die volle Breite zur Verfügung. DSC_0122_5Dennoch kreuzten wir uns aus dem Schlauch wieder raus und hatten schon die AIDAura erreicht, als ihr Typhon drei mal kurz ertönte. ‘OH JE, jetzt läuft die auch noch aus!’ dachte ich. Wir blieben auf Höhe ihres Bugs – sie fuhr rückwärts raus – und als sie drehte, wendeten wir auf ihren Bug zu und setzten uns damit ans Westufer ab. Jetzt hatten wir die AIDAura an Steuerbord und die Kiellinie an Backbord, wo sich auch noch Ruderer und Kajakfahrer tummelten. ‘Noch zwei Wenden, dann könnten wir an dem dicken Zossen vorbeikommen.’ hoffte ich. Gerade hielten wir auf die Kiellinie zu, genauer gesagt, auf das Heck des Polizeibootes, mitten durch zwei Ruderer und drehten keine 20m von der Kaimauer an. Inzwischen hatten sich Heike, Andrea und Franzi auf einander eingespielt und die Wenden wurden immer besser. Mit der Letzten verloren wir kaum an Fahrt und jagten jetzt mit 6kn auf das Ostufer zu, den Bug der AIDAura noch an Steuerbordseite. Dummerweise hatte diese aber ihre Drehung nun beendet und nahm Fahrt auf. Zu erst sah es noch ganz gut aus, aber dann kam wieder ein Windloch und die Chance, die AIDAura vor ihrem Bug zu passieren war dahin. Wir fielen nur wenig ab und hielten jetzt DIREKT auf sie zu. Noch 30m . . . jetzt hatten wir ihr Heck direkt vor uns . . . noch 20m . . . an Backbord war nur noch eine weiße Wand zu sehen, P1050510von der hoch oben ein paar Leute zu uns runter winkten. So dicht war ich noch nie an einem derart großem Schiff dran. Wir kamen in ihr Kielwasser und da begann kurz der Eiertanz, denn das Wasser wurde ganz schön aufgewühlt.  Mit dem nächsten Schlag auf das Westufer zu sah es erst so aus, als ob wir recht hoch am Wind mit der AIDAura mithalten, ja vielleicht sogar sie nochmal überholen könnten. Aber wie schon gesagt, die Innenförde hat ihre Tücken und so mussten wir zwei weitere Wenden vornehmen und damit waren wir zu weit zurückgefallen.

DSC_0146_5Ich ließ Andrea ans Steuer, gab ihr Anweisungen und erklärte noch etwas über Segelverhalten und Gespür für Wind – Dinge, die man beim Motorbootfahren ja nicht braucht. Auf der Holtenauer Reede nahm der Wind schon etwas mehr zu und kam auch wieder beständiger aus Osten. Jetzt kam auch die Stena raus und Andrea steuerte uns links vom Fahrwasser Richtung Friedrichsorter Enge. Da wir aber bereits hart am Wind fuhren und der Wind in der Enge wieder unbeständig wurde, reichte die Höhe nicht mehr aus um an der Untiefe direkt am Leuchtturm vorbeizukommen. Wir wendeten ins Fahrwasser, die Stena auf Steuerbordseite mit 6kn bei stehender Peilung. Oder doch nicht? Nein, sie war etwas schneller, aber MITTEN IM FAHRWASSER dümpelten ein Motorboot, ein Ruderer und ein Kajakfahrer. Auf dem Motorboot angelten zwei . . . IM FAHRWASSER! DSC_0212_3Wir luvten wieder an und gingen nun mit Hart am Wind durch die Enge.

 

Die Wellen nahmen allmählich zu, der Wind wurde hier draußen wieder beständig und mit 6,4kn blieben wir am linken Fahrwasserrand. Ich  wollte nicht durch den Strander Grasberg, eine Untiefe vor der Steilküste von Schilksee, sondern raus und noch etwas vom Wind nutzen. Tatsächlich hatte der jetzt auf P10505695Bft zugenommen und es bildeten sich immer höhere Wellen, vielleicht schon 1m. Nach Passieren der Tonne 5 drehten wir dann auf Heimatkurs und standen viertel vor acht wieder vor Schilksee. P1050580Ich drehte in den Wind – der Motor lief bereits – und die Back ging in den heranrauschen Wellen sofort rauf und runter, und mit der Back auch Heike, die mit der Genua kämpfte und . . . jauchzte?! Ehrlich gesagt, mir ist das schleierhaft, wie jemand Stampfen so gut ab kann. Kurz danach war Genua und Groß niedergeholt und wir liefen ein. Schnell das Boot aufgeklart und zum Abschluss das obligatorische Einlaufbier:

so kamen gleich die neuen Sitzkissen zum Einsatz
so kamen gleich die neuen Sitzkissen zum Einsatz

“Klarmachen zum Einlaufbier!” – “Klar zum!” – “Prost!” – PLOPP!

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