Vorbereitungen abgeschlossen – langsam wird es richtig nobel

Jetzt können wir wirklich in die Saison starten. Die letzten Arbeiten am Boot sind erledigt:

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keine Aufkleber mehr

Die Bugwappen sind fertig, jetzt bin ich mal gespannt, ob sie die Saison überstehen, denn beim grauen Lack bin ich mir nicht so sicher, ob er Wellen und Salzwasser auch standhält. Hier hab ich wegen der geringen Menge einfach Modellbaulack genommen . . . na mal sehen.

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vorher: der obere Draht wurde einfach nach unten abgespannt, nur ging dadurch die Spannung verloren

Den oberen Relingsdraht habe ich gekürzt. Warum? Weil die Reling zwischen Bugkorb und der ersten Stütze blöderweise das Unterliek der Genua gekniffen hatte und wir schon deshalb ab der ersten Saison den oberen Draht am unteren Anschlag des Bugkorbs festgemacht hatten. Nur war der Draht bisher in einer unschönen Schlaufe dort belegt und damit hing die gesamte obere Reling durch. RelingIch hab deswegen einfach ein verschraubbares Kettenglied am unteren Anschlag eingesetzt, den oberen Draht gekürzt,  beide Relingsspanner am Kettenglied angeschäkelt und schon war die Reling wieder straff. Allerdings bietet die Reling dort weniger Schutz, was natürlich ein gewisses Risiko birgt. imagesWIRHUZWLDeswegen habe ich dort eine Nylonleine mit Karabinern eingesetzt, die zum Segeln ganz leicht abgenommen werden kann. Im Hafen jedoch vervollständigt die Leine wieder den Relingschutz.

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noch ist der Leim nicht trocken, aber der Tisch ist schon wieder fest mit dem Boot verbunden

Der Salontisch steht wieder auf seinem alten Platz auf eigenen, neuen Füßen. Die alten Sockel waren letztes Jahr im Sommertörn bei “schwerem” Seegang gebrochen und mussten ersetzt werden. Dafür hatte ich mir ein dickeren Balken geholt und auf die Maße der zwei Sockeln zurecht gesägt, anschließend in der Mitte jeweils eine Vertiefung ausgefräst, mit Teaköl behandelt (obwohl Douglasienholz, aber es ging ja auch eher um die rotgoldene Tönung) und danach mit Klarlack mehrfach lackiert. Zum Schluss klebte ich die Sockel an die beiden Tischbeine, verschraubte diese zusätzlich und lackierte das abschließend nochmal mit Klarlack, damit auch die Fuge schön geschützt war.

Heike hatte im Salon alles auf Vordermann gebracht, blitzblank geputzt und das Holz behandelt. Eigentlich sah das schon top aus, wenn da nicht unter der Steuerbordkoje über die letzten beiden Jahre die Feuchtigkeit ins Holz gezogen wäre. Nun hatte die oberste Holzschicht leider schon Wellen geworfen. Also wurde das Holz abgeschliffen und danach wieder geölt. Sicherheitshalber verfugten wir noch die Fuge zwischen Holz und Bilge mit Pantera, denn falls jetzt doch wieder Wasser über die Bilge eindringen sollte, würde wenigstens das Holz nicht wieder so arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Nachdem ich nun alle unnötigen Werkzeuge von Bord gebracht hatte, sah es schon nicht mehr so sehr nach Baustelle aus. Jetzt konnten auch die Polster wieder an Bord. Innen wurde es damit endlich wieder gemütlich, was auch sicherlich daran lag, dass Heike neue Vorhänge nähte, denn die Alten sahen nicht mehr so schön aus, eigentlich schon eher gammelig. Mit unserem Polsterer hatte ich auch schon Kontakt aufgenommen, denn wir wollten noch Teppich zur Innenwandverkleidung in der Vorpiek und für eine Mastmanschette. Und dann leisteten wir uns den kleinen Luxus von neuem Geschirr, passend in weiß mit schmaler roter Borde. Naja, ist kein teures Edelgeschirr, aber als kleinen Clou hatte ich Keramiktransferfolie besorgt, die ich mit dem Wappen und dem Schriftzug der Rasalhague bedrucken wollte. Die damit beklebten Teller und Schüsseln kommen dann in den Backofen und damit sind die Aufkleber auch wasserfest.  Schicke Sache!

Dann musste noch ein Scharnier vom Toilettendeckel ausgewechselt werden, denn auch das war uns bei “schwerem” Seegang gebrochen, als ich mich unter images4B8TX15ODeck nicht halten konnte und gegen das Klo fiel. Das Ersatzteilset hätte ich um ein Haar beim Hersteller in England bestellt, aber die 20€ Versandkosten waren ganz schön abschreckend. Glücklicherweise fand ich auch noch einen Händler in Deutschland, der die Scharniere auf Lager hatte. Dann montierte ich noch den Klopapierrollenhalter, nachdem ich ihn erst mal mit Teaköl balsamierte. Den hatte ich bereits letztes Jahr bestellt, kam aber bisher nicht zur Montage. Auch schick!

Inzwischen hatte ich mir eine neue wasserdichte, verschraubbare Steckverbindung für die Windlupe bestellt. Dummerweise hatte ich zunächst nur den Stecker bestellt, die Kupplung musste ich nachbestellen und bei genauerer Betrachtung des Steckers musste ich einen Termin zum Mastziehen anberaumen. Die Anschlusspins waren so fein, das ich lieber löten wollte. Nur . . . im Bootsmannsstuhl auf 11m Höhe löten? NEEE! Also Mast runter und auf der Pier anschließen. Ich rief meine Kumpels an und vor dem letzten Aprilwochenende konnten wir noch einen gemeinsamen Termin finden. Die Bestellung wurde am Mittwoch rechtzeitig geliefert. Ich freute mich, öffnete das Päckchen und starrte ungläubig auf einen . . . STECKER! Aber den habe ich doch schon!? So ein Mist! Also rief ich den Händler an, der mir hoch und heilig versprach, die Kupplung sofort zu verschicken. Ich hatte bereits im Baumarkt nach passendem Ersatz geguckt, aber da führte man diese Art von Steckverbindungen nicht. Gott sei Dank kam am Freitag die Kupplung rechtzeitig an. Also packte ich die Steckverbindung, den Lötkolben und Schrumpfschläuche DSC_0066mit ein und am Nachmittag trafen Gerd und Rostja zum Mastziehen ein. Ich hatte vorsorglich schon das Groß wieder abgezogen und die Lazy Jacks ausgefädelt. Der Baum war ausgehängt und die Wanten waren auch schon wieder gelöst und fest gebändselt. Auch die Kabel in der Bilge hatte ich bereits abgeschlagen. Wir verlegten das Boot unter den Kran und  schwuppdiwupp war der Mast auch schon auf der Pier. Die alte Steckverbindung war schnell entfernt. Das Löten der Kabeladern an den neuen Stecker dauerte etwas länger, aber ich wollte diesmal ganz sicher gehen. imagesYRQMHHYONicht, dass sich später eine Ader von ihrem Pin löste und wieder keine Daten auf dem Display erschienen. Die neue Steckverbindung war zum Schrauben, so würde auch kein Wackler auftreten und das Abkleben mit vulkanisierendem Band entfallen. Die Kontakte isolierte ich noch mit Schrumpfschläuchen, dann baute ich den Stecker zusammen und bevor der Mast wieder an Bord konnte, testeten wir gleich, ob Werte angezeigt wurden. Der Wind war so gut wie tot, also half Rostja nach . . . NICHTS! Ich war enttäuscht und der Verzweiflung sehr nahe. Dieses blöde Ding! “Kommt denn da überhaupt Strom an? Hast du einen Phasenprüfer?” fragte Rostja. “Ja, klar. Ich prüf mal den Stecker unten in der Bilge, wenn da Spannung drauf ist, dann müsste ja auch beim Stecker im Mast Spannung drauf sein. Wenn nicht, sind die Anschlüsse tot.” Ich holte den Phasenprüfer und machte mich an den unteren Stecker. Als ich den öffnete, sah ich eine lose Ader. Aha, die Abschirmung war nicht verbunden! Ohne Abschirmung werden auch keine Werte angezeigt, so einfach. Ich steckte die Abschirmung wieder richtig rein und schraubte das Ganze fest.  NA ENDLICH! Jetzt konnte ich sowohl Windgeschwindigkeit als auch -richtung vom Display ablesen. Was für eine Odyssee! Wer hätte gedacht, dass das Anschließen einer Windmessanlage so langwierig sein könnte und mehr als ein Jahr brauchen würde? Jetzt konnten wir den Mast getrost wieder setzen.

Bei der Gelegenheit wurden auch die neuen Wantenspanner-Schoner gleich mit images7XLBUS4Iaufgezogen. Das Abkleben mit PVC-Band hilft zwar, aber die Schot blieb manchmal doch hängen, und außerdem sieht es schicker aus. Damit hatten meine Isolierrohre ausgedient. Die hatten zwar ihre Aufgabe – das Überholen des Vorsegels bei einer Wende zu unterstützen – erfüllt, aber sie waren zu dünn um auch über die Wantenspanner zu reichen. Anstelle der Rohre sollten Segelabweiser das Segel von den Wanten freihalten, und auch die waren in letzter Minute geliefert worden. Ein Paar montierte ich unmittelbar oberhalb der Saling an den Oberwanten, damit sich dort kein Vorsegel mehr verhaken konnte und das Tuch mehr geschont werden kann. Die anderen kamen unten an die Wanten und werden primär das Schothorn von den Wanten fernhalten.

Diese Woche soll dann  endlich noch das Paket mit der bestellten Solarzelle eintreffen. Die hatte ich nach den Maßen der Rettungsinsel ausgesucht, damit uns keine weitere Trittfläche unterm Baum verloren ging. Die Solarzelle wird also auf der Rettungsinsel festgezurrt, der dazugehörige Laderegler kommt jedoch unter die Hundekoje, . . . na mal sehen. Ich hatte mich für den SunSaverDuo entscheiden, weil die Ladeverteilung für Verbraucher- und Starterbatterie von 50/50 auf 90/10 änderbar ist, denn die Verbraucherbatterie leidet ja vor allem unter der Kühlbox und braucht deswegen unterwegs schon eher den Sonnenstrom. Bei der Montage möchte ich bei der Gelegenheit auch die Belegung der Instrumente am Sicherungspaneel ändern. Noch immer muss für die GPS-Tochteranzeige das Licht in der Pantry geschaltet werden. Und die beiden ollen Leuchtstoffröhren will ich auch noch gegen LED-Lampen austauschen. Die liegen auch schon in der Schublade bereit. Am Boot wird es einem nie langweilig, denn man kann immer was rumbasteln.

Ach ja! Noch eine Neuerung wird es demnächst geben. Ich habe ein neues Großsegel in Auftrag gegeben, da das alte ja auch seine 35 Jahre auf dem Buckel hat und allein im letzten Jahr zwei Reparaturen erforderte. Der Segelmacher in Klintholm hatte mir eine Neuanschaffung ans Herz gelegt. Auch sein Kollege in Schilksee hatte sich in der Hinsicht geäußert. Eigentlich hatte ich vor, das Bootswappen mit auf das Segel drucken zu lassen, doch das müsste dann wo anders gemacht werden. Na gut, geht auch ohne und wir wollen es ja nicht übertreiben. Also habe ich das Segel lediglich mit Baunummer und Segelzeichen bestellt. Drei Wappen auf dem Boot (2x Bug, 1x Heck), T-Shirts, Geschirr, Kaffeebecher und der Steuersäulenüberzug reichen ja auch, oder?

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Auf in die Saison 2017 – Teil II

Das Fischbrötchen war verdient . . . und schmeckte mal wieder hervorragend! Auf dem Weg zurück sah ich im Südhafen zwei Boote am Mastkran. Das Becken im Nordhafen war ja noch wegen der Slippaktion gesperrt, oder . . . ? Nein, doch nicht. Da war auch schon Schluss. Auch hier waren nur zwei Boot am Mastsetzen. Da alle noch Zeit hatten, beschlossen wir kurzerhand den Mast gleich heute noch zu setzen. Während Rostja und Gerd den Lagerbock zerlegten und Heike ihn dann nach Hause fuhr, verlegten Bjarne, Nils und ich das Boot unter den Mastkran.

Da auch Benno mit seiner Pica Pau zu Wasser kam und er ebenfalls alleine war, hatten Bjarne und Gerd beim Slippen geholfen. Jetzt brauchte er auch Hilfe beim Mastsetzen. Ich rief ihm zu, das ich im Nordbecken wäre und wir gemeinsam beide Boote riggen könnten. “Ja, ich komm dann rum.”  Bjarne stand DSC_0383am Steuer und ich ließ ihn fast ohne einzugreifen den Anleger fahren. Ganz sacht legte die Rasalhague mit der Backbordseite unter dem Kran an. WOW! Ich staunte nicht schlecht über meinen 12jährigen Sohn, der mal eben ohne Üben ein 31-Fuß-Boot längsseits anlegte. Das kann nicht jeder!

Während ich die Pica Pau annahm, düsten die Lütten los und holten ein Mastwägelchen. Anschließend hievte ich mit einem von der Dragonfly den Mast auf das Wägelchen und wir karrten ihn zum Kran. Die Boote vor uns waren inzwischen fertig, aber ich musste den Mast ja noch vorbereiten. Da auch Benno noch nicht ganz fertig war, ließen wir die Dragonfly vor. Das wichtigste war dieses Jahr, dass der Stecker der Windlupe richtig festgesteckt wurde. Ich schloss das Kabel – lang genug ist es ja – am Anschluss in der Bilge an. Nils gab Bescheid, ob auf dem Display eine Anzeige erschien, während Benno den Stecker mit vulkanisierendem Klebeband umwickelte. Damit der Wackler endlich aufhörte, setzten wir noch zwei Kabelbinder ein. Hoffentlich hilft das endlich. Inzwischen waren Gerd und Rostja mit dem Lagerbock fertig. Wir hakten die Wanten ein und schraubten die Salinge fest. An den Salingen schraubte ich zwei Umlenkblöcke, quasi vorsorglich, falls ich dieses Jahr mal Lazy Jacks einbauen wollte. Benno war schon fertig – ich noch nicht – aber unter dem Kran lag noch die Dragonfly, nur passierte da ziemlich wenig. Ihre Windex hielt nicht mehr in der Halterung weshalb die drei ihre Köpfe zusammen steckten und eine Notlösung suchten. Mit einem Splint konnte ich ihnen aushelfen, damit konnten sie es behelfsmäßig reparieren. Kurzerhand tauschten die Dragonfly und die Pica Pau die Plätze. Während ich die restlichen Arbeiten am Mast erledigte, halfen alle beim Mastsetzen der Pica Pau, auch Bjarne, der mit der Rollfock ganz schön zu kämpfen hatte. Dann stand der Mast auch schon. Auch die Wanten waren zügig gespannt und nach nur einer halben Stunde konnte Benno sein Boot wieder verlegen.

MastgesetztJetzt war die Rasalhague dran. Mit Rostja zog ich das Boot vor, dann schwebte mir schon der Mast entgegen. Nils verschwand unter Deck, um darauf zu achten, dass die Kabel vom Mastfuss nicht wieder abgeklemmt wurden. Ganz langsam senkte sich der Mast, verkantete, wurde wieder ausgerichtet und senkte sich weiter. “Langsam abfieren.” Dann rastete der Mast ein. “Perfekt!” hörte ich Nils rufen. SUPER! Nicht mal eine halbe Stunde hatte das gedauert. Während ich mit Bjarne und Rostja schnell noch die Stage und Wanten spannten, passierte am Kran ein kleines Unglück. Der Haken war nicht richtig eingerastet und Gerd’s Tochter hievte ihn gerade. Dadurch löste er sich von der Halterung und schwang frei . . . direkt auf Gerd zu. Einer rief noch “Vorsicht!” aber es war schon zu spät. Der Haken traf Gerd an der Stirn. Trotz der Polsterung am Haken reichte die Wucht für eine kleine Platzwunde. Etwas benommen stand Gerd da, erholte sich aber schnell und war kurz danach wieder ganz gut drauf. Naja . . . wahrscheinlich mit dröhnendem Schädel. Dann verlegte Nils das Boot mit mir in die Box zurück. Fertig! Da kam auch schon Heike und holte uns ab, da wir noch am Abend noch Essengehen wollten. Ich zog mich auf dem Parkplatz um, weil wir schon etwas spät dran waren. Beim Chinesen bemerkte ich dann, dass der Tropfen Antifouling mir oberhalb der Schläfe ins Haar getropft war. Na super! Später, in der Badewanne, versuchte ich das Zeug rauszubekommen. Es ging, allerdings wurde ich auch ein ordentliches Büschel Haare los. Oh Mann, im Spiegel sah ich dann die kahle Stelle! So’n Schiet! Aber das wächst ja nach.

Samstag: Nach kurzem Umweg über den Baumarkt fuhren wir nach Schilksee. Während Bjarne und Heike nach Bülk spazierten, bauten Nils und ich ein bisschen an der Rasalhague rum. Wir zogen die Sprayhood auf, setzten den Baum an und fädelten den Traveller ein. Dann kamen die Spaziergänger wieder zurück und gingen mit Nils ins Panorama. Ich zog derweil noch das Großsegel auf. Das Unterliek war schnell in den Baum eingeführt, die Mastrutscher glitten prima in der gefetteten Nut, die Segellatten waren auch schon drin, aber . . .  was war denn mit dem Liekstrecker los? Der baumelte lose an der Baumnock. MIST! Ich hatte im Herbst vergessen, die Enden der Leine zu sichern und nun war der Strecker aus dem Baum rausgerutscht. Der Baum ist ja innen hohl und der Strecker ist eine Konstruktion ähnlich einem Flaschenzug, der im Baum entlang läuft und über feste Umlenkrollen in der Baumnock zum Schothorn des Großsegels geführt wird. Wie sollte ich denn den wieder richten?  Ich brach die Aktion ab und ging ins Café zu Heike und den Jungs. “Auslaufen ja, aber Segeln ist bis auf Weiteres nicht möglich. Das Groß lässt sich nicht trimmen.” Lange Gesichter.

Sonntag: Am Nachmittag war es schön sonnig und wenig Wind. Na, das war doch eine Gelegenheit, den Lütten in den Mast hochzuziehen um die Lazy Jacks zu installieren. Eine 20m lange Leine dafür hatte ich mir ja am Vortag besorgt. Nachdem ich die Schottasche, die Heike genäht hatte, in der Backskiste montierte, holte ich den Bootsmannsstuhl hervor und Nils setzte sich rein. Am Großfall ging es dann bis zu den Salingen hoch. Die Leine war schnell durchgefädelt und schon kam er wieder runter. OH HA! Für die kompletten Lazy Jacks würde das nicht reichen. Mir fiel ein, dass ich eine rote Leine mit 25 oder 30m Länge zur Taufe geschenkt bekommen habe und diese irgendwo noch sein musste. Ich fand sie, und nun? Nils nochmal hochziehen? “Wieso? Bind’ die Leinen doch einfach zusammen, dann können wir sie einfach so durchziehen.” meinte Bjarne. Mmmh, ob der Knoten durch den Block passt? Versuchen kann man es ja. Und siehe da, es klappte. Ich staune immer wieder über die Pfiffigkeit der beiden, aber vielleicht liegt es auch daran, das ich sie ja nicht immer um mich habe und ihre Entwicklung leider nur stückweise mitbekomme. Auf jeden Fall waren die Lazy Jacks danach schnell fertig. LazyJacksOb es klappen würde? Ein erster Test im Hafen verlief nicht sonderlich zufriedenstellend, aber das lag auch daran, dass der Wind von der Seite kam. Ich erkannte jedoch auch, dass die Leinen bis zur Baumnock reichen müssen. Noch schnell die Rettungsinsel wieder auf ihren alten Platz gehievt, dann ging es ab nach Hause. Gerade rechtzeitig, denn im Nu ging ein kräftiger Regenschauer nieder.

Montag: Nachdem ich Heike zum Flughafen gebracht und anschließend mit den Jungs noch gefrühstückt hatte, machten wir uns nochmal zum Boot auf. Ich widmete mich dem Liekstrecker, da mir in der Nacht eine Idee gekommen war, wie ich das Problem lösen konnte. Ein Ende knotete ich an das Auge an der Baumnock, dann zog ich die Leine komplett nach hinten durch und hoffte, dass sie mindestens die Länge des Baumes hatte. Knapp 20cm war sie länger. Puuh, also zog ich die längste Segellatte aus dem Großsegel und klebte das lange, lose Ende des Streckers mit Panzerband an ein Ende der Segellatte. Da die Latte aber zu kurz war, zog ich auch noch die kürzeste Latte heraus und verlängerte somit die lange Latte. Das sollte reichen. Die Umlenkblöcke hatte ich aus dem Baum bereits herausgeholt. Nun galt es, mit Fingerspitzengefühl die Leine mit Hilfe der Latte durch den Baum zu fädeln. Hoffentlich blieb das nirgends hängen. Aber die Sorgen waren unnötig. Die Leine kam am anderen Ende zum Vorschein und so konnte ich die Blöcke wieder einfädeln und dann die Leine auf umgekehrten Weg wieder durch den Baum ziehen. Auch das klappte. Gott sei Dank. Ich installierte den Strecker wieder und stellte befriedigt fest, dass das Unterliek straff gespannt werden konnte.

Nils kam an Bord und ich meinte: “So, eigentlich können wir auslaufen. Alles wieder klar.” Seine Augen leuchteten auf: “Jaaaa, Ansegeln! Los Papa, lass uns Segeln. Ich blickte auf die Uhr – Zeit blieb uns noch – und dann auf den Himmel: Im Westen rückte eine große, fast schwarze Wolke heran. Das sah alles andere als gut aus. Aber wenn wir nur kurz vor die Hafeneinfahrt fuhren, das Groß setzen und wieder umkehren würden, das müsste doch klappen. Bjarne zog die Persenning vom Baum, Nils entfernte den Steuersäulenüberzug und schon ging es los. Vor dem Hafen hieß es: “Heiss auf das Groß!” Der laue Ostwind reichte für gerade mal 1,8kn. Allerdings mussten wir die Werte vom GPS ablesen, denn die Logge zeigte nichts an. Mmmh, zu viel Fett? Na, das wird sich dann schon bei höheren Geschwindigkeiten freifahren. Auch die Windlupe zeigte nur die Richtung, nicht aber die Windgeschwindigkeit an. Verdammt! Der Stecker war aber echt Mist. Ich beschloss gedanklich bereits einen neuen Stecker zu besorgen. Jetzt stand aber erst mal die Praxiserprobung der Lazy Jacks an. Bjarne steuerte in den Wind, während ich auf der Back das Großfall löste. imagesQPJNA3C0Das Segel rauschte runter und faltete sich schön auf dem Baum zusammen. COOL! Da wird Heike aber begeistert sein! Das Segelpacken am Groß war immer so nervig, wenn alles wieder vom Baum rutschte. Das Beste daran ist aber, ich kann die Persenning noch weiter verwenden.

Hinter uns zogen die schwarzen Wolken immer dichter heran. Schnell warfen wir den Motor an und fuhren zurück in den Hafen. In Windeseile war das Boot seeklar zurück und kaum, das wir im Auto saßen, ging auch schon ein Hagelschauer nieder. Das war Timing!

Ein paar kleinere Arbeiten stehen noch an:

• Austausch der Tischfüße des Salontisches

• Lackieren des Salontisches

• Reinigen der Plicht (die Antifouling-Schlieren)

• Anbringen der Sternenkonstellation am Bug mit rotem Lack

• neue Wantenschoner einbauen

• Abschleifen der Dachluke und Ölen des Holzes

• Austausch des Windlupensteckers

• Einbau einer Solarzelle mit Batterieregler

• Polieren des Metalls (vereinzelte Farbkleckse)

Und mal sehen, was mir diese Saison noch so alles einfällt, auf jeden Fall steht fest:

Es kann endlich wieder los gehen!

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Auf in die Saison 2017 – Teil I

Der Winter war wieder viiiiieeeeeel zu lang! Also, gefühlt, meine ich. Die lange Abstinenz vom Wasser ist einfach schlauchend. Aber ich will versuchen der Reihe nach zu berichten, wie es uns und vor allem der Rasalhague in der kalten Periode ergangen ist.

Im letzten Herbst, am 15. Oktober war Aufslippen. Ich war gespannt, wie das Unterwasserschiff aussah. Meine Lütten waren in den Herbstferien mit von der Partie und gerade waren wir noch dabei, den Lagerbock richtig zu positionieren, da hing die Rasalhague auch schon am Haken und schwebte uns entgegen . . . und das bei 6 Bft! Aber was ich sah, erfreute mich. Kaum Bewuchs, eigentlich gar nichts! imagesM483WBUIDann war also die Wahl des Antifoulings richtig gewesen. Aber das Epoxy in der Faltpropellermechanik hatte die Saison nicht überlebt. Ok, also neuer Versuch.

Schon im Oktober war Arbeit angesagt. Diesmal wollte ich den Winterstürmen nicht erneut eine Plane opfern. Im Jahr davor rief uns ja mal der Hafenmeister an und meinte nur: “Ihr solltet mal eure Fetzen festbinden”. Also musste jetzt ein Gestell her, dass die neue Plane schön ausstellte und Schamfilungen (Aufreibungen) auf das Mindestmögliche reduzierte. Im Baumarkt holte ich mir das nötige Holz, Schlossschrauben und Muttern. Dann ging es mit Stichsäge, Bohrmaschine und Schleifgerät an die Arbeit. Glücklicherweise waren Anfang November noch einige schöne Tage, sodass ich zügig und trocken vorankam. An die Relingstützen band ich mit Kabelbinder jeweils einen etwa 1m langen Stützpfeiler, an dessen oberen Ende ich bereits eine Steckverbindung ausgesägt hatte. Hier steckte ich die Schrägträger drauf und verband sie mit dem Pfeiler mittels einer einzelnen Schlossschraube. Zum Schluss setzte ich dann in der Mitte noch einen langen Balken als Dachfirst drauf. imagesYQEKO6CYDa ich im Baumarkt keinen 9m langen Balken bekam und ich ihn auch nie mit meinem Auto hätte transportieren können, verlängerte ich die 2,5m-Teile und bekam so auch eine schöne Krümmung hin. Mein Nachbar gab mir jedoch zu bedenken, das die Relingstützen vielleicht bei den Stürmen nachgeben würden. Das war natürlich richtig. Also schraubte ich noch zur Versteifung ein paar Latten dran und fertig war mein Dachstuhl. Stabil! Nichts bog sich und die Relingstützen wurden auch nicht nach außen belastet. Abschließend zog ich die Plane drüber und band sie am Bock fest. Kaum eine Woche später war auch schon der erste heftige Herbststurm im Anmarsch und . . . die Plane hielt!

Sie überstand auch Schnee, Hagel und heftigen Regen und hielt den Stürmen stand. Lediglich der Dachfirst war vorne gebrochen, weil er zu weit freischwebend überstand. Damit konnte ich aber sehr gut leben, denn Heike “nähte” einfach die Plane vorne mit einer Leine zu und das Ergebnis war sogar besser als vorher.

Bis Mitte März war das Wetter nicht sehr berauschend, aber Heike und ich hatten uns für dieses Winterlager viel vorgenommen. Vier Wochen vor dem Slipptermin sollten wir schon mal anfangen. Dann kam endlich mal die Sonne raus und wir legten los. Während Heike sich um das Oberdeck kümmerte und imagesPI8MBYU6das Holz abschliff, ging ich mit dem Deltaschleifer und dem Messeraufsatz an die Kielrumpfverbindung und schnitt eine etwa 0,5cm tiefe V-Fuge. Hauptsächlich war da bröseliges Epoxy drin, aber da drunter konnte ich flexibles Pantera entdecken. Ich säuberte die Fuge und ließ sie anschließend ein paar Tage trocknen. imagesM7W0ZQ2OMit “Stay Afloat”-Harz von Robship kitteteDSC_0284 ich die Fuge aus und glättete anschließend die Oberfläche. Als nächstes schnitt ich im Salon in der mittleren Bilge an der rostigen Stelle an Backbord das Laminat auf, nur um festzustellen, dass des Sandwich des Querträgers unter der GFK-Schicht schon ziemlich morsch war. Ich schnitt das etwas großflächiger auf und puhlte den Kram aus dem Loch. Auch hier kam das Notfall-Harz zum Einsatz und ich dichtete die Stelle damit ab. Danach rührte ich Epoxy an und schnitt mir ein paar Lagen Glasfasermatte zurecht. Ich laminierte die Stelle großzügig und nachdem es drei Tage durchgetrocknete war, schliff ich es kurz an und lackierte die komplette Bilge neu. Hoffentlich ist das jetzt dicht! Und ich meine vor allem wenn wir auf Steuerbordbug mit Krängungen um die 40 bis 45 Grad segeln.

DSC_0262

images3JJ9CCP6Heike hatte inzwischen das Oberdeck mit dem Druckstrahler gereinigt und später die Holzzierleiste geölt. Jetzt schliff sie noch die Gräting ab. Ich hatte mich derweil mit zwei Winkeln an den Faltpropeller gemacht. Die steckte ich neben die Zahnräder der Faltmechanik hinein, sodass sich die Zahnräder beim Zusammenklappen sofort verkeilten und blockiert waren. Dann mischte ich wieder Epoxy an und kittete das Ganze damit ab. Diesmal hatte es viel mehr Zeit um auszuhärten. Schon vier Tage später war es völlig hart und der Propeller klappte nicht mehr zusammen, nicht einen Millimeter!

Propeller

vorher
vorher
nachher
nachher

Bei heftigem Regen drang etwas Wasser durch das Steuerbordfenster. Also mussten die Fenster neu abgedichtet werden. Ausbauen wollte ich sie nicht, aber die Fuge mit weißem Pantera neu abdichten, das sollte reichen und so machte ich mich daran. War das eine Schmiererei! Zumal der Wind einem das Pantera direkt aus der Spritze verwehte. Heike hatte mehr Geschick und so überließ ich ihr das Abdichten.

Als Nächstes stand der Rumpf auf der Liste. Ein paar hässliche Schlieren und Schrammen wollte ich ausbessern. Kurzerhand schliff ich die Stellen an und besserte die Stellen mit Gelcoat Repair Gel aus. Als das trocken war, schliff ich nochmals drüber und freute mich schon, dass der Rumpf wieder schön weiß wurde . . . aber auch STUMPF!!!! OH NEIN! Ich Dussel hatte in einem Anfall von Arbeitswut nicht auf die Körnung geachtet. Mit 120er ramponierte ich natürlich imagesFZYRKLZ8den Rumpf beträchtlich! Und wir hatten nur noch eine Woche Zeit! SO EIN MIST! Mein Nachbar meinte, beim Polieren ginge das wieder weg. Also polierte ich. ES BLIEB STUMPF! Statt mich lange zu ärgern, klebte ich den roten Streifen über dem Wasserpass ab und Heike lackierte diesen neu. Wenigstens der glänzt schön!

Als wir das Boot vor zwei Jahren kauften, hatten wir ja nicht so viel Zeit, den Bootsnamen und das Wappen auf den Rumpf zu lackieren. Deshalb hatte ich mir ja die Übergangslösung mit den Aufklebern ausgedacht. Jetzt, in der dritten Saison, sahen die nicht mehr so schön aus. Das Rot verblasste langsam und am Rand bildete sich ein hässlicher Schmutzrand. images1IVM1JTYGut, der ließ sich natürlich wegputzen, aber unter dem transparenten Aufkleber blieb der Gelcoat heller. Also bewaffnete ich mich mit einem Cutter und schnitt die Buchstaben aus. Hmmm, eigentlich clever, schon hatte ich eine Schablone. Nur, wie sollte das Wappen gemalert werden? Ich entschloss mich, den Schlangenträger auszuschneiden, denn 5-zackige Sterne bekam ich auch so hin, dafür brauchte ich keine Schablone.

Osterferien – und Bjarne und Nils waren wieder zu Besuch. Ich hatte sie schon vorgewarnt, das noch viel am Boot zu erledigen sei. “Wir helfen auch!” Na, denn mol to. Der Nachbar auf der anderen Seite meinte zu meinem stumpfen Gelcoat: “Ja, mit 1000er Körnung vielleicht.” Heike hatte eine weitere Bekanntschaft gemacht und kam mit ihm gerade zur Rasalhague zurück. “Frag mal den da vorne, der hat auch geschliffen und poliert.” Also bin ich mit ihm vor zu einer schön glänzenden 34-Fuss-Yacht. “Geh mal mit 800er ran, am besten nass mit der Hand schleifen. Dann arbeitest du dich hoch: 1200, 2000 usw., eben so glatt du es haben willst. Aber das dauert halt.” Oh je, und die Zeit wurde mir gerade knapp. Am Montag fuhren wir zu Farben Fischer und holten das benötigte Material. Auf das Nassschleifen verzichtete ich und zog einen 600er Aufsatz auf die Poliermaschine. Uiiih! Die ersten Quadratzentimeter sahen vielversprechend aus. Aber nach einer Weile trat keine Verbesserung mehr ein. Das Papier hatte sich schon dicht gesetzt. Heike hatte inzwischen den Rumpf mit einer Lage Antifouling versehen, das sollte dieses Jahr reichen. Am nächsten Tag ging ich mit neuem Papier auf der Maschine und auch mit 800er nass per Hand ans Werk und schliff den restlichen Rumpf ab. Die Hilfe der Jungs war immerhin für einen halben Meter gut, dann hatten sie entweder keine Lust mehr oder die Kraft war weg. Die Arbeit war auch mühselig und man sah noch kein Ergebnis.

Bei der nächsten Arbeit halfen sie uns dann aber richtig gut. Ich rieb den Rumpf mit einem Politurmittel ein und die beiden rieben den Rumpf mit Politurwatte spiegelblank. Naja, ganz ist mein Faux-pas nicht aus der Welt, denn der Rumpf glänzt etwas fleckig, aber nächsten Herbst kann ich mich dann ja ans Polieren auf Hochglanz machen. Wenigstens ist der Rumpf nicht mehr stumpf.

Inzwischen war Gründonnerstag und der Slipptermin war nur noch zwei Tage entfernt. Ein weiterer Nachbar bereitete sein Boot für das Antifouling vor, scheiterte aber am Malerband, weshalb ich ihm meines gab. Wir schnackten ein wenig und dann meinte er, er hätte beim Slippen am Karfreitag leider keine Hilfe. Ich stutzte. Wieso KARFREITAG? Er lag hinter der Rasalhague und war also noch vor uns dran. Und wir waren Samstag als 3. Boot an der Reihe. Auf dem Weg heim guckten wir auf den Plan. Nein, Planänderung! Wir waren Karfreitag als letztes Boot an der Reihe! OH HA! Na wie gut, das man mal gelegentlich mit den Nachbarn schnackt. Ich gab Gerd Bescheid, das wir am Freitag das Boot slippen und Samstag vielleicht den Mast setzen wollten. Kein Problem, er würde kommen. Auch Rostja sagte spontan zu. Cool, dann konnte es ja los gehen. Und der Smirre konnte auch noch geholfen werden.

Karfreitag, 10 Uhr: Wir kamen zum Boot und stellten fest: Die waren aber sehr fleißig. Bereits 18 Boote waren wieder zu Wasser gelassen worden. Ich vergewisserte mich beim Hafenmeister, imagesERHV1TR9dass wir als Letztes gegen 14 Uhr dran waren. “Oder früher. Wahrscheinlich früher, geht ja schnell heute.” Uiiiih! Also klotzten wir nochmal richtig ran. Ich fettete den Propeller und den Paddelgeber der Logge nochmal ein und dann die Mastnut für die Rutscher. Danach spülten Bjarne und ich den Motor, da ja das Frostschutzmittel nicht in den Hafen gehört, aber der Motor wollte nicht anspringen. HERRJE! Ausgerechnet jetzt. Die Batterie hatte genug Saft und außerdem hingen wir noch am Landstrom. Ich entfernte die Abdeckung vom Motor und versuchte manuell zu starten. Hoffnungslos, aber dabei bemerkte ich, dass der Anlasser gar nicht fest war. Der Zahnriemen war dementsprechend auch nicht gespannt. In der Motorbilge entdeckte ich dann Schraube und Mutter. Nanu? Hatte sich da etwas  verselbstständigt? Also schraubte ich den Anlasser fest, der Zahnriemen war wieder straff gespannt . . . und der Motor sprang wieder an.

Am Oberdeck bereiteten wir alles für das Slippen vor und Heike stellte mir den Topf mit Antifouling bereit, denn unter den Pallen und unter dem Kiel konnte ja noch nicht gemalert sein. “Ich hab dir den Deckel bereits gelockert.” Tja, der Hinweis war gut, aber mir entglitt der Farbtopf trotzdem und er kippte auf der hinteren Backskiste um. OH NEIN! Gott sei Dank war eine Tüte um die Dose, sonst wäre das ganze restliche Antifouling ausgelaufen. Dennoch war der Backskistendeckel jetzt SCHWARZ. Meine Hände waren SCHWARZ und ein Stück vom weißen Süll war SCHWARZ! Das Meiste ließ sich glücklicherweise reinigen, auch meine Hände, dank Bremsenreiniger. Ein paar Schlieren sind noch auf dem Gelcoat, aber die werden auch noch verschwinden.

Um halb zwei waren wir dann dran. images2VT2GHZ9Die Gurte lagen bereit und die Führungsleinen lagen aus. Ich kletterte hoch und hakte die Krangurte ein, kletterte wieder  runter und bewaffnete mich mit Handschuhen und der Rolle mit Antifouling. Das Boot wurde angehoben und schnell malerte ich über die paar Stellen wo die Stempel das Boot gehalten hatten. Vielleicht mit zu viel Schwung, denn ein Tropfen löste sich von der Rolle und fiel mir entgegen. Ich drehte gerade noch das Gesicht weg und spürte das er mich irgendwo traf, konnte mich aber jetzt nicht drauf einlassen. Schnell an die Führungsleine und schon führten Gerd und ich (oder viel mehr Bjarne) das Boot Richtung Hafenbecken. Langsam glitt es ins Wasser. Ich enterte an Bord und kontrollierte die Außenbordverschlüsse – alles dicht. Die Gurte wurden gelöst und unter dem Boot hindurch an Land gezogen. Jetzt startete ich den Motor und er sprang etwas zögerlich an, aber er lief! imagesXNPJ2ZF6HURRA! Mit Nils am Steuer verlegten wir die Rasalhague in ihre Box und schon beim Einparken banden wir die Sorgleinen um die Dalben. Übrigens haben wir die selbe Box wie im letzten Jahr.DSC_0377

Jetzt hatten wir uns, vor allem aber unsere Helfer, erst mal ein Fischbrötchen verdient.

Fortsetzung folgt . . .

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