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Der Kiel ist runter

Stillstand in der Werft! Im April war ich häufiger in der Werft und stellte fest, das die Arbeiten noch nicht so weit vorangeschritten waren, wie ich hoffte. Als ich dann mit dem Bootsbaumeister sprach, wollte er mich auf Juni vertrösteten, weil man noch immer mit den Nachwirkungen der winterlichen Grippewelle kämpfte. Rund die halbe Belegschaft war wochenlang krank und die Stunden konnten nur mühsam wieder aufgeholt werden. “Ähm, nein, Mai ist noch ok, aber Juni wird zu spät.” gab ich zurück, schließlich hatten sich Mitsegler für die Kieler Woche angekündigt und die geht dieses Jahr schon am 15. Juni los. Damit war aber das Ansegeln zu Himmelfahrt mit den Jungs geplatzt. Zwar stimmt mich das traurig, dass wir noch nicht segeln können, andererseits freue ich mich schon auf ein richtig fittes Boot!

In den letzten Wochen habe ich mich um den Rumpf gekümmert, immer wieder abgeschliffen und poliert, weil ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden war. Nachdem ich mich bis zum 2000er Papier hochgeschliffen hatte, IMG-20180415-WA0005polierte ich den Rumpf mit dem Fellaufsatz, aber so richtig glänzte der Rumpf danach nicht. Auch mit Polierpaste wurde es nicht besser. Es blieben einige stumpfe Stellen. Erst als ich mit Politurwatte per Hand ranging, da kam der Glanz endlich durch.

Vielmehr kann ich derzeit nicht machen ohne der Werftleuten im Weg zu sein. Natürlich habe ich auch über meinen Faltpropeller mit der Werft gesprochen und auch hier eine einfache und gute Lösung bekommen. Sie werden zwei Gewinde in die Klappmechanik aus Bronze bohren, dann mit Lock-tite füllen und zwei lange Schrauben darin verankern. Dann hätte ich wirklich einen Feststellpropeller.

IMG-20180502-WA0009Nach langer Vorbereitung – die Wrangen und der Stringer waren komplett verschwunden und danach musste alles abgeschliffen werden – hatte die Werft Ende April dann in einem vierstündigen Kampf den Kiel endlich abgenommen. Die 23 Kielbolzen sind also eine sichere Nummer! DSC_0004Den Kiel hätte ich unterwegs wohl nicht so schnell verloren. Jetzt zeigte sich auch, dass die Reparatur wirklich nötig war. Am vorderen Ende war das Laminat tatsächlich etwas beeinträchtigt. Noch stand das Boot auf dem selben Bock, war aber um etwa  5 cm angehoben. Diese Woche wollen sie den Kiel unten rausholen, ausbessern und dann versiegeln und primern. Währenddessen wird das GFK-Laminat neu aufgebaut, denn die Kielbolzen konnten nicht ganz ohne Schäden entfernt werden. Anschließend wird der Kiel sauber abgedichtet wieder angesetzt.  Erst dann können wir das Antifouling anbringen. Parallel dazu wird dann hoffentlich auch mit dem Teakdeck angefangen. Momentan sind die Decksbauer noch an einem anderen Boot zu Gange. Die Leisten sind aber bereits zugeschnitten und das Oberdeck ist komplett frei. Es kann also losgehen.

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bald sieht das Deck auch so aus, nicht nur der Ankerkastendeckel
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